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Archive für 26.9.2009
Irland in Außnahmezustand
26.9.2009 von shanne2685.
Zugeben, der Titel ist ein wenig reißerisch, doch irgendwie muss man ja die Aufmerksamkeit der Leserschaft erwecken. Gerade jetzt, wo Ihr bestimmt leicht Angeschwippst von einem der Zahlreichen Erntedankfeste zurück kommt, um Euch ein schönes gemütliches Herbst Wochenende daheim zu machen. Ja Herbst hat schon was, wie die Farben in die warmen Töne übergehen, die Bäume den überschüssigen Ballast abwerfen, die Vögel das übliche Geschwätz von den Dächern pfeifen und dabei Ihre Koffer für den Süden packen. Das selbige machen hoffentlich meine Herr und Frau Schwalbe an meiner Haustüre auch, denn so langsam habe ich keine Lust mehr jede Woche denen ihre Hinterlassenschaften weg zu putzen. Es sind ja echt kleine Vögel, aber Haufen machen sie wie Flug Elefanten, unglaublich!
Mein Herbstlicher Samstag, spielte sich in der Hauptsache im Garten ab. Gestern hatte meine Vermieterin schon den Zaun gestrichen und auch ein wenig in der Einfahrt geputzt, was doch sehr nett war und von mir mit einem Abendessen belohnt wurde. Wobei sie irgendwie gar nicht mehr aufhören konnte mit Staunen, habe ich doch alle Speisen selbst zubereitet und ohne mich selbst loben zu wollen…….. ach was ich werde mich selbst loben: Das war lecker!!
Ich habe dann heute die Büsche zurecht geschnitten und gefegt und natürlich, hoffentlich das letzte mal für dieses Jahr, Harry durch den Rasen lassen. Da es jetzt schon seit Tagen nicht mehr geregnet hat, ist das Biotop endlich trocken. Ja, das Wetter ist noch immer sehr angenehm und wir haben einen richtig schönen Herbst hier.
Noch was schönes hatten wir hier und das hat was mit dem Titel des heutigen Aufsatzes zu tun, es war Guinness Day. 250 Jahre Guinness! Das musste natürlich am 24. ordentlich und zwar Weltweit gefeiert werden. Ich war in einen Pub in Bray eingeladen und kam der Einladung natürlich gerne nach, schließlich wurde Freibier und andere Dinge versprochen. Das Freibier gab es dann nach ein paar Hinweisen auf die weite Anreise aus Deutschland auch. Denn das Freibier war auf Leute mit Gutscheinen beschränkt und von denen gab es nicht all zu viele (also von den Gutscheinen). Was war noch geboten? Es gab Live Übertragungen aus der ganzen Welt, hatte doch Guinness extra einen Satelliten Platz gebucht um aus Dublin, Jamaika, Kula Lumpur (schreibt man das so?) und aus anderen Ländern zu berichten. Spielten doch viele Musikgrößen zum Geburtstag. Tom Jones, David Gray, black Eyed Peas……….. In unserem Pub konntest Du selbst spielen, Rockband auf einer XBox war angesagt, allerdings tranken die Leute doch lieber “the black stuff”. Und es gab Schwein vom Grill, doch das war natürlich nicht zu vergleichen wie die Sau von Vaters Geburtstag.
Pünktlich um 17:59Uhr wurde dann das Glas auf Arthur erhoben (Arthur Guinness). Warum um 17:59? Na nu denkt mal nach, genau…. 250 Jahre. Jetzt wisst Ihr auch was es mit “It’s Guinness time” auf sich hat. Arthur Guinness lieh sich im Jahre 1752 vom Bischof Price 100 Pfund um sein Geschäft starten zu können, delikat daran war, das Arthur Katholik war und er Bischof Protestant, zu der damaligen Zeit schon etwas ungewöhnlich. Drei Jahre später braute Arthur dann sein erstes Guinness, nicht in Dublin, sondern in Leixlip im County Kildare, 17 km außerhalb Dublins. Er packte dann im Jahre 1759 die Chance und Unterschreibt einen Genie Streich von Vertrag: Auf 9000 Jahre pachtet er das wohl berühmteste Stück Erde Dublins, welches nur unter dem Namen “the Storehouse” bekannt ist. Die Geburtsstunde von Guinness wie wir es heute kennen und nicht alle Lieben. Viele Superlativen im Namen Guinness folgten, so auch eine bis dahin unbekannte Art der Massenwerbung, noch heute werden zum Beispiel Flaschenpost Flaschen überall auf der Welt angespült, diese wurden vor Jahrzehnten ins Wasser geworfen, um Guinness berühmt zu machen. Oder auch die Geschichte der Irischen Harfe, die Ihr auf den Münzen und auf allen Staatlichen Fahnen, Schriftstücken usw. sehen könnt. Hier hatte Guinness die Rechte drauf und der Irische Staat musste erst bei Guinness anfragen ob sie diese Harfe als Ihr Symbol übernehmen dürften. Guinness sagte ja, doch unter einer Voraussetzung, so blickt die Harfe von Guinness in eine andere Richtung, als es die Harfe der Republik Irland macht.
Also, es war ein großer Tag für Guinness und ein schwerer Tag danach für mich………
Geschrieben in Irland | 1 Kommentar »