Le Havre- Stadt der Architektur

Le Havre, die größte Stadt der Normandie liegt an der rechten Seite der Seine und verfügt nach Marseille über den zweit größten Hafen Frankreichs. Nach Le Havre rein kommt man also übers Meer, oder auch gerne mit dem Flugzeug. Doch ich nahm die Straße wie es sich gehört, auf meinem Weg zurück nach Irland und dieser Weg lohnt sich, denn nach Le Havre rein und wieder raus kommt man jeweils über imposante Brückenbauwerke die sich über die Seine erstrecken. Die Seine kann hier eine breite bis zu 5 Kilometern haben!

 

1518 gegründet ist Le Havre nicht all zu alt, angefangen hat es als kleines Bauern- und Fischerdorf und galt dann natürlich auch als militärisch Strategischer Standort, da günstig gelegen an der Einmündung in die Seine und somit dem Weg in die Hauptstadt, Paris.

 

Die genaue Geschichte der Stadt könnt Ihr natürlich toll in Wikepedia nachlesen. Was den Reisenden heute in die Hafenstadt treibt, ist Ihre Weltbekannte Architektur mit der es die Stadt sogar zur Aufnahme in den Katalog der UNESCO, als Weltkulturerbe gebracht hat. Zu verdanken ist dies Auguste Perret, nach dessen Plänen der Stadtkern wieder Aufgebaut wurde. 1978 kam dann noch ein Kulturzentrum dazu, welches von keinem geringeren als Oscar Niemeyer errichtet wurde, das „ Maison de la Culture du Havre“ der von der Bevölkerung nur „Le Vulcan“ genannt wird (siehe Fotos). Mich hat dieses eher an die Kühltürme von Leibstadt erinnert, aber Kunst ist halt Kunst, spannend sieht es allemal aus.

 

Nach Perret’s Plänen wurde auch die Stadtkirche (St. Joseph) gebaut, die mit ihrem 107 Meter Turm kaum zu übersehen ist. Verkleidet mit tausenden Glasbausteinen, glänzt sie in der Nacht. Sowohl an die Zerstörung der Stadt im Krieg soll sie erinnern, aber sogleich auch als ein Leuchtturm in die Stadt weisen. Hoffen wir der Kapitän bremst früh genug. Und noch einen Turm hat er der Stadt gegönnt, den 72 Meter hohen Rathaus Turm der den größten Rathaus Platz Europas überblickt (bei all den Superlativen könnte man glatt meinen man sei in Irland gelandet).

 

Und auch Architekt Jean Nouvel hat sich hier bereits Ausgetobt, 2008 eröffnete ein von ihm entworfenes Erlebnisbad in den Docks der Stadt. Überhaupt ist der riesige Hafen sehr spannend und lädt, wie Ihr sehen könnt, geradezu zu einer Fototour ein, zumal er befahrbar ist und es nahezu keine Absperrungen gibt. Zahlreiche Zug- und Schwenkbrücken führen über die Kanäle die zu den Bassions führen.

 

Vor den Toren der Stadt befindet sich auch das größte Renault Werk. Hier werden also die Autos mit den Sofasitzen hergestellt.

 

Ab dem fünften Lebensjahr wohnte auch Claude Monet in Le Havre. Auch heute lässt sich feststellen das Le Havre einen Ausgeprägten Sinn für Kunst hat (sicherlich geprägt durch das Erscheinungsbild) zahlreiche Galerien und Museen laden ein und auch viele Veranstaltungen werden geboten. Das Hotel in dem ich war kann ich nur empfehlen das „Le Art“ Hotel Best Western ist ein Erlebnis für sich, schon alleine mal den Fahrstuhl anzusehen lohnt sich. Im alten Fort der Stadt entsteht zur Zeit eine Grüne Experimentieranlage, es wird versucht Pflanzen aus aller Welt an dieser sehr exponierten Lage zu Züchten, ohne zu großen Einfluss zu nehmen. Auch wenn es noch im Wachstum ist, sehr sehenswert bei freiem Eintritt, lediglich für das Gewächshaus hinterlässt man einen Euro.

 

Ich wünsche Euch viel Spaß mit den Bildern. Gibt dem Video noch ein bisserle Zeit, habe es in HD geladen, das heisst die Qualität verbessert sich noch. Natürlich könnt Ihr die Bilder auch auf Flikr anschauen.

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