Archive für 3.3.2009

Fastenzeit

Da sitze ich nun wieder, auf meinem Bett, in “meinem” Hotel, das zweite Zuhause, wird auch langsam langweilig. Die Menue Karte scheint nicht zu wechseln. Zeit zu wechseln- ja so ist das halt mit der Zeit, wenn sich der Alltag einschleicht und taeglich das Murmeltier aufs neue gruesst.   Irland kaempft sich durch die Rezession die Stimmung ist leider etwas getruebt. Leider scheint die Regierung das Versagen fuer sich gepachtet zu haben. Natuerlich, welch Ueberraschung, wuerde jetzt das Lisabon Abkommen bei einer erneuten Wahl glatt durchkommen. Tzja, wenn man auf einmal merkt das man die letzten Jahre auf einem verdammt hohen Ast gesessen hat und irgendwelche Bollogs (Irischer Ausdruck fuer Hinterwaeldler) auf einmal zu Millionaeren wurden oder einfach zu viel Geld kamen, aber jetzt in den schweren Zeiten merken, das es Sinn gemacht haette auf das achte Auto fuer die sieben Koepfige Famillie zu verzichten. Ja dann, ja dann kann man ja nochmals darueber nachdenken sich in das Sichere Boot der EU zu legen. Denn der eigentliche Partner, die USA, sieht Irland irgendwie nicht als einer ihrer Bundesstaaten.  Was die Regierung betrifft, so wurde Geld ausgegeben was die Einnahmen hergaben, sie schaffte es nicht eine funktionierende Infrastruktur in das Land zu bringen und jetzt ist der Zug (den es ja nur beschraenkt gibt) abgefahren und man steht vor einem sozialen Scherbenhaufen. Jetzt stellt man auch fest, das es sachen gab ueber die man haette nachdenken muessen. So wird zum Beispiel ein Kindergeld ins Ausland bezahlt. Der Trick, ein wenig arbeiten in Irland, Steuernummer anmelden, Kinder zeugen, zurueck in die Heimat und je nach dem wo die Heimat ist, sehr gut von diesem Kindergeld zu leben. Vorraussichtliche Kosten, weil ja jetzt viele das Land verlassen, irgendwas an die 30 Millionen, jedes Jahr. Glueckwunsch.  

Schauen wir mal was das lustige Land noch fuer Ueberraschungen fuer mich bereit haelt. Die ersten Messen fuer Arbeit im Ausland werden im Maerz stattfinden. Wir erinnern uns, als Irland noch das Armenhaus Europas war, haben viele…. sehr viele das Land verlassen, um ihr Glueck in den fernen Laendern zu finden. Doch leider ist die Finanzkrise Global und in den Laendern wo jetzt der Boom stattfindet, hat man sich nicht gerade Freunde gemacht, mit eben diesem Bollog verhalten gegenueber ihren „Gastarbeitern“.

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