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Archive für 28.7.2008
Auf Safari- Der Fota Wildlife Park
28.7.2008 von shanne2685.
Hallo Ihr jung Forscher,
an meinem ersten Urlaubstag hat es das singende Mädchen und mich in den Fota Wildlife Park Cork getrieben. Ja an einem Sonntag, aber das war nicht ganz so schlimm. Zu diesem Zoo gehört auch noch das Fota Haus und der Garten.
In den Zoo kommst Du rein, wenn Du an der Kasse pro Person 13€ hinterlegst. Für Irische Verhältnisse vollkommen okay und verglichen mit der Abzocke bei Jameson, ein wahres Schnäppchen. Dazu kommen noch drei Euro für den Parkplatz. Dafür darf man aber in die Gartenanlage Gratis mit rein, nur wer das Haus besichtigen will, der muss nochmals extra bezahlen. Der Eintrittspreis für das Haus variiert, so steht es auf dem Schild. Was mich zu dem Gedanken bringt: Viele Leute in der Schlange, hoher Preis?
Aber um den Garten mal ganz schnell abzuhandeln, der ist ne Wucht. Wirklich imposant und voller überraschender Pflanzen- die Pflanzen waren von uns mindestens genau so überrascht. Der Garten ist etwas übersichtlicher als der J.F.K. aber steht der Schönheit in nichts nach. Und das ganze für Gratis, also hier werde ich mal zu verschiedenen Jahreszeiten wieder kommen und dann mit vollen Akkus für die Kamera. Und das schönste, kaum Menschen in diesem Idyll. Also unbedingt anschauen.
Dann war da noch der Zoo. Nun gut es war Sonntag und es waren natürlich einige Familien unterwegs. Die Idee des Fota Wildlife Parks ist es, das die Tiere so nah wie möglich am Besucher sein sollen, also möglichst keine Gitter und Käfige. Ein wie ich finde guter Ansatz. So kommt man auch gleich auf eine große freie Fläche, auf der Gemütlich Giraffen, Zebras, Strauße und Bisams grasen. Auf dem Weg stehen dann ein paar Lamas rum. Außerdem noch ein Tier dessen Namen mir fehlt, kommt aber glaube ich aus Australien. Sieht irgendwie aus wie wenn ein Hase und ein Reh beim letzten Waldfest auf einander gefallen wären und das ganze ohne Schützerli.
Die anderen Tiere sind meist auf Inseln im Wasser (wo habt Ihr die Inseln erwartet?) und machen gerade Siesta. Die Kängurus rennen, vielmehr liegen, auch so zwischen den Besuchern rum und immer wieder dieses seltsame Tier dessen Name mir gerade nicht einfällt. Es rennen auf alle Fälle ziemlich viel von denen herum, so das ich mich doch Frage ob es bei den Waldfesten nur noch Sodom und Gomorra gibt!
Also soweit die schöne Seite des Zoo´s der keiner sein will. Denn ich glaube die Betreiber haben nicht mit dem schlimmsten aller Raubtiere gerechnet- dem Menschen. Denn trotz hunderter Schildern „Bitte nicht Füttern“ wird fleißig alles verfüttert was gerade so in die Hand passt, inklusive salz Gebäck, verkacktes Grass, leere Cola Dosen und Fast food Schachteln……. Alles halt. Wer sollte auch glauben, das sich der Durchschnitts Irre mal am Riemen reist und nicht alles gerade da hin wirft wo er gerade steht!
Wieso da Schilder stehen „Nicht über die Abzäunung gehen“ ? Keine Ahnung! Kann man doch so leicht rüber und außerdem ist das ja ein „Tiere ohne Grenzen“ Zoo. Ich entdecke auf einem Mülleimer (ja auf dem Mülleimer) eine Zeitung, die mit ihrer Schlagzeile das wiedergibt, was die Tiere sich hier wahrscheinlich denken.
Toll auch ein Gehege für Weißkopf Seeadler, davor ein Schild welches darauf hinweist, dass die Adler durch Pestizide in der freien Wildbahn gefährdet sind. Schaut man in das Gehege, sieht man einen schönen Berg Fast Food Müll. Herr wirf Hirn vom Himmel!
Zoos haben immer diesen Beigeschmack. Zum einen ist einem selbst klar was einen da erwartet, zum anderen dürfte es sich aber unter den Zoos auch so langsam rum gesprochen haben, was „Artgerechte“ Haltung heißt, das man die Tiere nicht unnötigen Stress aussetzen soll. Tolle Beispiele sind sicherlich der Zoo in Zürich und seit ein paar Jahren auch der Zoo in Basel. Ein schlechtes Beispiel ist der Fota Wildlife Park in denen Pinguine draußen im dreckigen Biotop ungeschützt vor den Besuchern bei 23° C dahin vegetieren!
Hallo Martin Luther King, auch ich hatte einen Traum! Einen Traum in dem wir endlich diesen Tieren ein vernünftiges Leben ermöglichen. Grundsätzlich habe ich nichts gegen Zoos, sonst würde ich einfach in keinen mehr rein gehen. Aber es muss wirklich sichergestellt werden, dass alles Mögliche Versucht wird es den Tieren so angenehm wie möglich zu machen und die Betreiber sollten sich ihrer Pädagogischen Pflicht bewusst werden. Dann bin ich auch gerne Bereit, noch viel mehr Geld für meinen Eintritt hin zu blättern. Ein nahezu perfektes Beispiel ist der Loro Park auf Teneriffa.
So, und jetzt gehe ich mal kucken ob die Straußen Eier schon fertig sind, die brauchen immer so lange……….
Geschrieben in Irland | Keine Kommentare »












