Archive für 4.3.2008

Messe die letzte

 

Nun ging es also auf die Piste. Die Instrumente (Gitarre, Bongos und Bodhran(Irische Trommel)) in den Kofferraum und ab in den ersten Pub. Vor diesem Pub stand ein Bus, der Pub selbst war…. hässlich, aber es saßen ein paar ältere Leute drinnen und sangen ein Lied. Als das Lied zu ende war, verließ ein Großteil der Leute den Pub. Mir wurde gesagt das diese Leute mit dem Bus eine Pub Tour machen (fragt mich einfach nicht was das heißt, ich weiß es nicht). Da der Pub nicht so der Renner war, beschlossen meine Begleiter nicht zu spielen, statt dessen wurden ein paar Guinness gekippt und der Wirt gesellte sich zu einem Gespräch zu uns und man wurde sich schnell einig das man mal im Pub aufspielen darf.


Weiter ging es dann nach Kells (Hicks), der Pub hatte seinen Namen nach seinem Inhaber Mad Matt. Viel versprechend, der Pub selbst war……. auch hässlich und hatte eine dieser schönen Toiletten, die die letzten paar Jahre keine Bürste gesehen haben. An der Bar lungerten ein paar Einheimische herum und tranken Ihre Biere. Auch ein paar Jugendliche waren da und lungerten um den Kamin herum. Dann kam Mad Matt, der Mann mit dem Glasauge. Mit dem Irren Blick und einem Haufen komischer Geschichten, von seinem Aufenthalt im Irrenhaus und den Polizisten die ihm aus dem Weg gehen und das er den einzigen Pub in Irland hat, in dem geraucht werden darf.


Die Jungs packten ihre Instrumente aus und setzten sich in ein Eck. Die Musikbox im Hintergrund lief weiter, das störte aber keinen. Dann wurden alte irische Lieder gesungen und mit den Trommeln begleitet. Schöne Lieder, dazwischen gab es immer mal wieder ein Pint. Bis wir schließlich schön die Lampen an hatten. Irgendwie lustig das ganze. Natürlich haben die zwei nichts für Ihren Auftritt bekommen, nur eine Runde Bier war aufs Haus, als Road Manager konnte ich davon profitieren.


Dann gingen wir irgendwann heim, da ich nicht gut geschlafen hatte im Hotel, fiel ich sofort ins Komma. Ich bin aufgewacht und wusste nicht so wirklich wo ich bin, als ich mich wieder gesammelt hatte, gab es eine super Dusche und diesen furchtbaren Geruch nach dem Genuss von Guinness. Dann holte mich mein Kunde ab und sagte mir das wir jetzt erst einmal Hurlen gehen. Okay, wie auch immer. Also holten wir noch meinen Vermieter aus dem Bett und gingen zur Ruine, stellten uns auf eine Wiese, Quatschten ein wenig über den Abend und schlugen uns ein paar Bälle zu, während die Schafe um uns weideten und die Krähen aus der alten Ruine empor Stiegen. Dann zurück und etwas Frühstück, danach dann schön easy zur Messe. Also irgendwie war das ein sehr irreales Wochenende.


Ich hoffe die Bilder mit dem Handy sind ein bisschen was geworden. Die Dinge an der Messe liefen auf alle Fälle sehr gut und ich habe wieder ein paar gute Kontakte knüpfen können und hier zählen Kontakte alles.


Kurz zur Ruine. Sie ist frei zugänglich und es gibt so gut wie keine Absperrungen, es kann sehr gut sein das Ihr hier ganz alleine herum geistern könnt. Es gibt auch einen alten Friedhof. Die Ruinen wurden im zwölften Jahrhundert errichtet und waren ein altes Kloster, der Hauptteil stammt aus dem 15. Jh. Insgesamt standen dort sieben Wohntürme die durch Mauern miteinander verbunden waren. Vergesst auf gar keinen Fall Eure Kamera! Ich Depp!!

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