Archive für 3.3.2008

Messe die Zweite

Jetzt bin ich also an diesem Geheimnisvollen Ort. Das Örtchen heißt Kells und liegt nahe Kilkenny. Es ist ein kleiner Geheimtipp wo ich hier untergebracht bin. Doch Moment, lasst uns von vorne beginnen.


Der Treffpunkt war eine alte Mühle, ca. 400 Jahre alt. Die Mühle ist eine Kornmühle und wird per Wasserkraft angetrieben. Sie ist immer noch voll funktionsfähig und ist als Museum ausgebaut. In dieser Mühle wohnt der Kunde von mir. Und ich kann Euch sagen, dass ich es noch nie so bereut habe, meine Kamera nicht dabei zu haben. Die Eingangstüre ist gerade mal 1,55 hoch und innen war alles sehr eng und natürlich sehr kalt, doch beschreiben kann ich das jetzt echt nicht so richtig, das muss man gesehen haben. Ihr könnt die Mühle besichtigen und vielleicht trefft ihr ja den der da drinnen wohnt. Diese Begegnung lohnt sich und hier gilt einmal mehr, was für Irland sehr stark gilt: Lass Dich nicht vom ersten Eindruck täuschen!


Dann Fuhren wir ein paar Meter weiter, wo sich mein ominöser Schlafplatz befinden sollte. Dieser ist ein altes Cottage aus dem 17 Jahrhundert, Türhöhe ca. 1,60m und mit altem Reet bedecktem Dach. Innen auf einen tollen Mix gebracht, zwischen modernen Möbeln und vielen liebe voll Arrangierten Details. Der Wohnraum beinhaltet eine große Feuerstelle, die in alten Jahren bestimmt als Küche gedient hat, sie ist gute 2,50 breit und tief in die Wand versenkt. Die gesamte Wand dahinter, ist tief Schwarz vom Ruß der vergangenen Dekaden eingefärbt. Die Landlords dieses Cottages sind junge Leute, etwas Alternativ angehaucht und sehr nett.


Gleich gegenüber liegt das alte Kloster von Kells in Ruinen. Umgeben von großen Schafherden. Es ist eine sehr große Ruine und mir wurde geraten, zu versuchen, früh aufzustehen um es beim Licht des anbrechenden Tages zu sehen. Wenn sich langsam die Sonne einen weg durch den von der Feuchten Wiese aufsteigenden Nebel bahnt. Ich werde es versuchen. Frühstück ist hier nicht inbegriffen, es gibt einen kleinen Laden im Dorf und da holt man sich dann halt was.


Ich werde Versuchen ein paar Fotos mit dem Handy zu machen, doch die Qualität wird nicht die Beste sein. Aber ich komme mit Sicherheit zurück, Pläne für ein paar Workshops in der Mühle werden schon geschmiedet.


Nach der Messe waren wir dann noch in Thomas Town zum Essen, ebenfalls sehr empfehlenswert, habe den Namen des Pub vergessen. Er ist direkt nach der alten Brücke auf der linken Seite. Im Gastraum knistert natürlich ein offenes Feuer und man setzt sich auch schon einmal gemütlich an den Tresen zu den Einheimischen. Hier konnte ich dann auch gleich einen irischen Architekten und einen Maler aus Deutschland kennen lernen und habe somit schon wieder zwei tolle Kontakte bekommen. So läuft das hier in Irland, nichts geht über den spontanen Plausch.


Heute Abend geht es in den Örtlichen Pub, in dem Irisch Revolutions- mäßig geraucht wird. In diesem Pub wird es voraussichtlich Musik geben, weil mein Gastgeber wohl ein angesagter Musiker in Irland oder zumindest in Kells ist und mit dem Eigentümer meiner Bleibe ab und an mal aufspielt. Also bin ich gespannt was mich erwartet. Daher weiß ich nicht so recht ob ich am Sonntag früh aufstehe, zumal ich ja noch den ganzen Tag an der Messe stehen darf. Also ich bin weiterhin gespannt was dieses Wochenende noch für Überraschungen für mich bereit hält.

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